Tag im Park – 2017

TAGIMPARK

Umsonst, draußen, schräg und schön.
Mehr als 100 Künstler*innen im Kaiserpark in Essen-Altenessen. Für jung und alt, kreuz und queer, barriefrei durch den Park flanieren. Kunst, Musik und Mitmachen.

Das Netzwerk X und die Zeche Carl laden herzlich ein in den Kaiser-Wilhelm-Park, nach Essen-Altenessen! Am 27.08.2017 verwandelt sich der Park von 14-18 Uhr zu einem Spielplatz für Kunst, Musik und Mitmach-Aktionen.

Unser Fest verzichtet bewusst auf die bekannten Wegmarken und passiert überall im Park, lässt Raum für Zufälle und Begegnungen.

Sie dürfen gerne mitspielen und eigene Spiele mitbringen. Das gilt für groß und klein, jung und alt, stilsicher und tollpatschig!
Schön & Schräg ist unser Motto.

Folgen Sie den Wegweisern zum Infopunkt und wir heißen sie herzlich willkommen!

Tag Im Park ist ein dezentrales Parkfest. Es gibt keine Bühnen und keinen Strom. Es gibt keine Stände und keine Werbung. Künstlerinnen, Laien und Profis, Dilettantinnen und Perfektionist*innen stehen im oder schweifen durch den Park. Es geht um die Aufhebung zwischen Kunst und Alltag die Freude am gemeinsamen Dilettieren, um hohe Ansprüche und anarchischen Humor.

Tag Im Park ist ein genrefreies Kunstfestival des Netzwerk X, des Denkodrom e.V. und der Zeche Carl im Kaiserpark in Essen-Altenessen und findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt. „Tag Im Park“ ist ohne Herkunft und Geschlecht und barrierefrei.

Freu mich dabei zu sein mit:
AUTO-SUGGESTION //
Vortäuschen von Gewalt und Kunst am Gegenstand  //
Hau den Lukas //

http://netzwerk-x.org/tagimpark/

FINOW – DAS ENDE IST JETZT – 4.6.17 – ESSEN, WILLY-BRANDT-PLATZ – FINOW.ORG // HEAL THE WORLD


Die „Gruppe Gesprächsbereitschaft“ ist ein kunstaktivistisches Ensemble mit wechselnden Mitspieler*innen. Uns geht es um gemeinsame Erfahrungen und die Veränderung der Welt.

Ich freue mich, Teil des Happenings gewesen zu sein.
Im Kollektiv ist Scheitern sogar schöner links.

Meine Themen waren Integration & Inklusion als Angebot zur Heilung und das Ende meiner kommunalpolitischen Laufbahn, Kunst als Medizin, Tod als gerechter Ausgleich und blonde Locken.

Mit der Gruppe Gesprächsbereitschaft haben wir bereits einige, wenn auch unangekündigte Kunstaktionen in der Essener Innenstadt gemacht. 2012 zogen wir mit 20 Personen bei der Aktion “Schweihnachtsmarkt” durch die Innenstadt und propagierten “noch mehr Konsum”. 2015 wurde vor dem Limbecker Platz im Rahmen einer Kundgebung allerlei auf die Straße geworfen. 2016 agitierte die Gruppe Gesprächsbereitschaft den Kopstadtplatz. Zuletzt zog eine Spontan-Demonstration gegen die Verschärfung des Ordnungsrechts in Polizeibegleitung durch die Essener-Innenstadt. (http://netzwerk-x.org/vortaeuschen-ei…)

Wir sind Kunst und kriegen deshalb Fördergeld. Vom Land NRW im Rahmen der “Individuellen Künstlerförderung”, vom Regionalverband Ruhr, vom Kulturbüro der Stadt Essen, die den Denkodrom e.V. schon seit Jahren freundlich unterstützt, von der Sparkasse Essen.

Alle Künstler*innen werden bei uns fair bezahlt, niemand arbeitet umsonst. FINOW ist unser aller Gelegenheit uns die Innenstadt als öffentlichen Raum für ein paar Stunden zurück zu holen

Lieber Rosinen im Kopf…Lieber Mandalas malen…Lieber Unfug, Spaß und Widerstand…Danke für den Fisch

Zur Halbzeit und fast auf den Tag genau nach drei Jahren gebe ich mein politisches Mandat für das Kommunalparlament, den Rat der Stadt Essen, ab.

Dem linken Wählerauftrag und meinen eigenen politischen Ansprüchen kann ich in einer Ratsgruppe mit Bezug zu der neuen Partei „Schöner Leben“ nicht gerecht werden.
Andere Optionen scheiden ebenfalls aus.

Bei aller Kritik am „Showkampf“ Ratssitzung und der parlamentarischen Debattenkultur und Entscheidungsfindung:
ich hatte einen tiefen, lehrreichen Einblick in die Strukturen unserer Stadt und ich bin für alle politischen und menschlichen Lektionen sehr dankbar.

Ich wende mich wieder der außerparlamentarischen linken Opposition zu, die sich mit radikalen gesellschaftlichen Utopien und Idealen beschäftigt, in der Kunst und Politik keine Gegensätze sind und gesellschaftlicher Wandel in selbstorganisierten Freiräumen entwickelt und gelebt wird.

anabelsoldatin
Mitschnitt:
spontane Abschiedsrede im Stadtrat / Essen / Mai 2017

„Bällebad“ – Wem gehört die Kunst?

Baelle

 

 

Wem gehört die Kunst?
Wer macht Politik?
Wem gehört die Macht?
Macht Kunst politisch?
Wem gehört die Freiheit?
Macht Kunst frei?

Wem gehört die Kunst?

Macht Kunst alle Ehre?
Macht Ehre frei?
Wer hat das Mandat?

https://twitter.com/WgdK_Projekt

 

PARAGRAPHENSALAT HIER IN GÄNZE: https://media.essen.de/media/wwwessende/aemter/15/SR101neu.pdf 

§ 3 Allgemeine Verhaltenspflicht auf Verkehrsflächen und in Anlagen

(1)
Auf Verkehrsflächen und in Anlagen ist jedes Verhalten untersagt, das geeignet ist, andere mehr als nach den Umständen vermeidbar, zu gefährden, zu schädigen, zu behindern oder erheblich zu belästigen, oder die Benutzung der Verkehrsflächen und Anlagen vereitelt oder beschränkt, insbesondere durch:

a)
Bandenmäßiges bzw. organisiertes Betteln, aggressives Betteln durch Anfassen, Festhalten,

Versperren des Weges, bedrängendes oder hartnäckiges Ansprechen, das Betteln durch gezieltes körpernahes Ansprechen von Personen, das Betteln mit Beeinträchtigungen der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs, das Betteln unter Vortäuschen körperlicher Behinderungen, Krankheiten oder persönlichen Notlagen, das stille, passive Betteln unter Zuhilfenahme von Kindern und Tieren, das Vortäuschen von künstlerischen Darbietungen, das Betteln mit Zirkustieren;

b)
Wiederkehrende ortsfeste Ansammlungen von Personen (Lagern), die die Nutzung im Rahmen des Gemeingebrauchs beschränken und sich trotz Aufforderung nicht unverzüglich entfernen;

c)
Störungen, vor allem unter Alkoholeinwirkung oder anderen berauschenden Mitteln (z.B. obszöne Gesten, lautstarke Äußerungen gegenüber Einzelpersonen oder Personengruppen, Gefährdung anderer durch Herumliegenlassen von Flaschen, Gläsern oder deren Bruchteilen), nachdem eine Aufforderung zum Unterlassen nicht beachtet wurde;

4 d)
Nichtbeachten einer Aufforderung, eine Verunreinigung im Sinne des § 8, die einer Person oder Personengruppe zugerechnet werden kann, zu entfernen;

e)
Verrichten der Notdurft

f)
suchendes Umherfahren innerhalb der in der Sperrbezirksverordnung für die Stadt Essen festgelegten Grenzen mit Kontaktaufnahme zu Prostituierten.

g)
den Handel ohne Vorliegen einer besonderen Erlaubnis mit Waren aller Art, insbesondere das Anbieten und den An- und Verkauf von Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeugteilen und

Kraftfahrzeugzubehör jeder Art, sowie alle vor- und nachbereitenden Tätigkeiten im und am Fahrzeug einschließlich Verladearbeiten innerhalb in dem in der Anlage zu dieser Verordnung dargestellten kartografischen Bereich. Die skizzierten Straßen gehören zu dem Bereich. Die Anlage ist Bestandteil dieser Verordnung. In Anlagen und Waldungen ist die Ausübung einer gewerblichen Tätigkeit verboten. Die Vorschriften des Straßen- und Wegegesetzes NRW und die auf Grund dieses Gesetzes ergangenen Satzungen bleiben hiervon unberührt.

(2) In Anlagen und auf Verkehrsflächen sind, soweit sie nicht für Spiel und Sport bestimmt sind, solche Spiele verboten, die Personen erheblich belästigen oder behindern. Hierzu gehören insbesondere Ball- und Bewegungsspiele, die jedoch auf öffentlichen Rasenflächen gestattet bleiben.

(3) Zuwiderhandlungen können als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden.


Mensch, werde wesentlich!

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Page (Collage A. Jujol  2016)

Ernst Stadler 1883-1914

In einem alten Buche stieß ich auf ein Wort,
Das traf mich wie ein Schlag und brennt durch meine Tage fort:
Und wenn ich mich an trübe Lust vergebe,
Schein, Lug und Spiel zu mir anstatt des Wesens hebe,
Wenn ich gefällig mich mit raschem Sinn belüge,
Als wäre Dunkles klar, als wenn nicht Leben tausend wild verschloßne Tore trüge,
Und Worte wiederspreche, deren Weite nie ich ausgefühlt,
Und Dinge fasse, deren Sein mich niemals aufgewühlt,
Wenn mich willkommner Traum mit Sammethänden streicht,
Und Tag und Wirklichkeit von mir entweicht,
Der Welt entfremdet, fremd dem tiefsten Ich,
Dann steht das Wort mir auf: Mensch, werde wesentlich!

Protestkunst und Malerei sind sich näher als gedacht?

Die us-amerikanische freie Kunst- und Kulturjournalistin Donna Banks spazierte 2013 zufällig an der Abschlussinstallation der Protestkunstaktion „Lampedusa ist hier“ am Rheinufer in Düsseldorf vorbei. Sie nahm mit mir Kontakt auf und besuchte mich in Essen in meinem Atelier. Im Nachgang entstand dieser Text.
Thanks to Donna :
http://www.dccontemporary.com/the-district-art-blog/anabel-jujol

„Whether a performance or painting, Jujol questions social norms in varied and inspired ways and invites the viewer to do the same.“
protestart