Protestkunst und Malerei sind sich näher als gedacht?

Die us-amerikanische freie Kunst- und Kulturjournalistin Donna Banks spazierte 2013 zufällig an der Abschlussinstallation der Protestkunstaktion “Lampedusa ist hier” am Rheinufer in Düsseldorf vorbei. Sie nahm mit mir Kontakt auf und besuchte mich in Essen in meinem Atelier. Im Nachgang entstand dieser Text.
Thanks to Donna :
http://www.dccontemporary.com/the-district-art-blog/anabel-jujol

“Whether a performance or painting, Jujol questions social norms in varied and inspired ways and invites the viewer to do the same.”
protestart

“akduell” Kommentar zur Ratsgruppe SCHÖNER LINKS

http://akduell.de/2015/10/schoenheit-oder-egoismus/

Im September hat Essen nicht bloß einen neuen Oberbürgermeister bekommen, auch im Stadtrat gibt es eine neue Gruppe mit dem Namen „Schöner Links in Essen“, die aus zwei Ratsfrauen besteht, die ursprünglich für die Linke kandidiert hatten. Bereits nach der Kommunalwahl im Mai 2014 hatten sich Janina Herff und Anabel Jujol nach internen Machtkämpfen von der Fraktion losgesagt, ““akduell” Kommentar zur Ratsgruppe SCHÖNER LINKS” weiterlesen

“Akduell” zum Trauermarsch in Düsseldorf

http://akduell.de/2015/04/mehr-ohnmacht-als-wut/
trauermarschakduell

Am Samstag, den neunten Mai, wird in Düsseldorf ein weiteres Mal gegen die europäische Grenzpolitik protestiert. Hierbei steht allerdings weniger die Kritik der Täter*innenseite im Mittelpunkt, sondern die Trauer um die Opfer. Veranstalter*innen sind das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge Düsseldorf (PSZ), Amnesty International, Occupy Düsseldorf und die Künstlerinnen Mizgina Rengin und Anabel Jujol. ““Akduell” zum Trauermarsch in Düsseldorf” weiterlesen

Sie wollen mitmischen // WAZ Artikel zur Kunstwerkstatt der Diakonie

https://www.derwesten.de/staedte/essen/sie-wollen-mitmischen-id9752662.html
diakonie

Es hat etwas mit Wertschätzung zu tun, wenn man die Bilder, die Menschen mit Behinderung gemalt haben, ordentlich einrahmt, professionell aufhängt und offiziell zur Ausstellung erklärt. Das ist zuletzt in Steele geschehen, im Amtsgericht, „schön schräg“ heißt die Schau mit Bildern von Bewohnern der Häuser des Diakoniewerks. Die Schau ist noch bis Ende September zu sehen, und Anabel Jujol sagt: „Es gibt bereits Konkurrenzen um manche Bilder und Auseinandersetzungen von Interessenten, wer was kaufen darf.“
“Sie wollen mitmischen // WAZ Artikel zur Kunstwerkstatt der Diakonie” weiterlesen

Presse zur Protestkunstaktion “goldenes Kalb”

Mehrere Pressevertreter folgten der Einladung der Pressemitteilung, kamen zum Vernastaltungsauftakt und berichteten am folgenden Montag über die Aktion am 14.12.13.
Die Presse in Düsseldorf berichtete schließlich am Montag, aber Dank der Light Brigade Cologne (leider nicht im Pressefoto erwünscht, blaue LEDs verkündeten die frohe Botschaft € > ♥) wurde die Aktion von Aktivisten in den USA aufgegriffen und verbreitet. Insgesamt sind wir mit den Resonanzen beim Geschehen und danach sehr zufrieden und bestärkt, das kreativer Protest ein Weg/ Impulsgeber zum globalen Wandel und zur Kapitalismuskritik ist, der Emotionen konstruktiv mit einbezieht und Lebensfreude verbreiten kann und das Image vom nörgelnden oder aggressiven, linken Chaoten womöglich auf Dauer positiv verändert.

Presse zur Performance / junges Museum Bottrop

Kunst als wissenschaftliche Versuchsanordnung

 Anabel Jujol spielt im Jungen Museum mit diesen Assoziationen.Welche Prozesse laufen im Gehirn ab, wie real sind die Bilder, die wir sehen oder wie lassen sich Sehen und Wissen, Illusion, Realität und Kunst zusammenbringen? Dies sind Fragen, mit denen die Künstlerin sich in ihrer Arbeit – und vor allem jetzt in ihrer Performance „Come Closer/Intravision 2013“ im Jungen Museum – auseinandersetzt.

Dort spürt sie aber weniger Hirnströmen nach. Vielmehr nimmt sie zum Teil eigene Arbeiten unter die sezierende „Lupe“, die als QR-Codes an der Wand mit einem I-Pad „gelesen“ werden können oder als lange Reihe willkürlich anmutender Bildsequenzen am Betrachter vorüberflimmern – sofern er die Videobrille aufsetzt. Anabel Jujol (geboren 1966 in Essen) spielt in ihrer gut zweistündigen Performance mit diesen vermeintlich wissenschaftlich daherkommenden Eindrücken, hinter denen bei aller Abstraktheit im Einzelnen immer wieder der Mensch im Gesamtkontext aufscheint.

Die unterschiedlichen Räume im Jungen Museum werden so zum Parcours des Denkens, Fühlens und Ertastens und stehen so sicherlich auch für die Möglichkeiten menschlicher Wahrnehmung, sondern verweise auch ein fast hilflos anmutendes Ausgeliefertsein an ein System „Wissenschaft“. Ein längerer Aufenthalt – auf jeden Fall mehr als nur fünf Minuten – in diesen Gedanken-Räumen ist ernsthaft zu empfehlen.

Dirk Aschendorf

http://www.derwesten.de/staedte/bottrop/kunst-als-wissenschaftliche-versuchsanordnung-aimp-id7832390.html

Schauspiel Essen: Time Capsule/Podiumsgespräch

 

Freitag, 9. Dezember 2011

Im Anschluss an die Vorstellungen
ca. 21:45 Uhr I Widerstand ist zwecklos – Wieviel Protest verträgt
eine Demokratie? I Heldenbar
Podiumsgespräch mit Anabel Jujol („Occupy Düsseldorf“), Dr. Matthias
Lemke (Universität Duisburg-Essen), Hermann Schmidt-Rahmer (Regisseur
„Ulrike Maria Stuart“). Moderation: Ulrike Gondorf (WDR)
WAZ-Artikel

waz_timecapsule