Leitung der Kunstwerkstatt, Diakoniewerk Essen

Seit September betreue ich mit einer halben Stelle die Kunstwerkstatt des Diakoniewerks Essen. Der Schwerpunkt meiner Arbeit als Künstlerin ohne therapeutische Vorkenntnisse, liegt in der Anleitung zur künstlerischen Umsetzung von Ideen, Phantasien und Sehnsüchten. Ich hatte nur diffuse optimistische Erwartungen an diese Arbeit. Nach den nun vergangenen Wochen bin ich sehr beeindruckt von den vielseitigen Erfahrungen, die ich machen konnte.
Ganz ohne zu Romantisieren kann ich feststellen, dass ungehemmte Kreativität mit geistiger “Normalität” nichts zu tun hat. Allein die “üblichen” Techniken und Umsetzungsmöglichkeiten bleiben oft unerreichbar für die meisten Bewohner der Einrichtungen. Das was jedoch entsteht ist ebenso gebunden an Inspiration und Konzept, wie bei “echten” Künstlern auch. Nicht bei allen natürlich, aber bei einem Anteil. Es gibt die “Hobbymaler” und die die sich als Maler/innen bzw. Künstler mit best. Thema und Technik-Repertoire auffassen (Filmemacher, Maskenbildnerin etc.). Im September zur Kunstspur haben wir bei “Karo Kunst in der Kasteienstraße” eine Auswahl der Arbeiten gezeigt. Jetzt dürsten die Bewohner nach einer neuen Möglichkeit die Ergebnisse ihrer Arbeit zu präsentieren. Wenn also jemand Ausstellungsräume (Foyer im Büro oder Behörde, Galerie etc.) zur Verfügung stellen möchte, würden wir uns sehr freuen. Professionelle Rahmung der Arbeiten, Organisation von Vernissage, Pressarbeit etc. würden wir natürlich übernehmen bzw. unterstützen. Wenn Künstler Interesse haben gegenseitige Werkstattbesuche ev. gemeinsames Arbeiten zu organisieren und sich auf das Hype Thema Inklusion wirklich mal einlassen wollen, freue ich mich sehr. Neugierige sind herzlich eingeladen.
Über persönliche Nachrichten oder E-Mail bin ich für alle Fragen offen (anabel@jujol.de)

 

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *