Schilda lässt grüssen

RWE Graffiti

Essener Possen um Energie,
Verschwendung, Kunst am Bau und
Parkplatzprobleme

„Über die Schildbürger sagt man, dass sie einst ein neues, pompöses Rathaus bauen ließen. In seinem Eifer hatte der Architekt jedoch glatt die Fenster vergessen und das Rathaus war innen stockfinster. Da versuchten die findigen Schildbürger mit Eimern das Sonnenlicht einzufangen und ins Innere zu tragen“

Eimerweise wird man das Licht wohl nicht in die zusätzlich geplanten, unterirdischen Kongresshallen der Messe Essen schaffen.

Die Finsternis kann man heute mit elektrischen Leuchtstoffen erhellen.

„Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose“, hieß es in den Achtzigern.

Energie spielte damals keine Rolle, als der SPD OB Katzor das einst höchste Rathaus Europas, welches sich die Stadt für 350 Mio. DM gegönnt hatte, zusätzlich mit einem teuren Laserstrahl ausstatten lies. “Schilda lässt grüssen” weiterlesen

Presse zur Protestkunstaktion “goldenes Kalb”

Mehrere Pressevertreter folgten der Einladung der Pressemitteilung, kamen zum Vernastaltungsauftakt und berichteten am folgenden Montag über die Aktion am 14.12.13.
Die Presse in Düsseldorf berichtete schließlich am Montag, aber Dank der Light Brigade Cologne (leider nicht im Pressefoto erwünscht, blaue LEDs verkündeten die frohe Botschaft € > ♥) wurde die Aktion von Aktivisten in den USA aufgegriffen und verbreitet. Insgesamt sind wir mit den Resonanzen beim Geschehen und danach sehr zufrieden und bestärkt, das kreativer Protest ein Weg/ Impulsgeber zum globalen Wandel und zur Kapitalismuskritik ist, der Emotionen konstruktiv mit einbezieht und Lebensfreude verbreiten kann und das Image vom nörgelnden oder aggressiven, linken Chaoten womöglich auf Dauer positiv verändert.

Protestkunst ist notwendiger Trend

Protestkunst ist ein Trend. Eine notwendige und befreiende, kreative Form die Verhältnisse wirkungsvoll zu reflektieren.
Das ist dringend nötig in einem System, das Kunst in seine Märkte vereinnahmt und politische Kunst zur Ware macht, wie alle anderen Kunstformen.

Der Spiegel berichtet just am Tag über das Thema, als ich in Düsseldorf mit anderen Occupy Aktivisten die Protestkunstperformance “Tanz um das goldenen Kalb” veranstaltet habe . Im Interview sagt der Aktionskünstler Peter Weibel:

“Wir machen den Versuch, uns von der klassischen politischen Kunst abzusetzen. Mein Lieblingsbeispiel sind Pussy Riot: Die haben in einer Kirche performt, nicht im Museum und in keiner Galerie, und die Botschaft war politisch und nicht ästhetisch. Trotzdem hat es – auch durch die virale Verbreitung der Medien – eine enorme Wirkung gehabt. Das ist aktivistische Kunst, die über politische Kunst hinausgeht, weil sie kein verkaufbares Produkt hinterlässt. Kunst ist seit Action Painting, Happening, Performance und Body Art auch Handlung. Kunst ist mehr als das, was die Leute auf dem Kunstmarkt sehen.”

Zum Artikel

Bereits 2011 habe ich in einem Artikel meine eigenen Einsichten dazu in einem Artikel “Occupy Art” zusammengefasst, der unter anderem in der Wochenzeitung “der Freitag” veröffentlicht wurde.

KAPITAL & KIRCHE: Rendite versus Moral – Redebeitrag, goldenes Kalb, Dez 2013

Redebeitrag von Doris Dams (Occupy Düsseldorf)

KAPITAL & KIRCHE: Rendite versus Moral’

Die Aufregung über den Limburger Bischof war groß: 31 Millionen Euro hat Tebartz van Eltzt in den Bau seines neuen Amtssitzes gesteckt. Deshalb wurde er vom Papst in ein bayerisches Kloster verbannt, wo er bis heute sitzt. Doch 30 Mio. Euro. das ist für unsere Kirchenfürsten gar keine ungewöhnliche Summe. “KAPITAL & KIRCHE: Rendite versus Moral – Redebeitrag, goldenes Kalb, Dez 2013” weiterlesen

Alternativlose Ausbeutung? Redebeitrag zur Protestkunst “Goldenes Kalb” Dez 13

Gastbeitrag: MOMO (Occupy Düsseldorf)
Hallo liebe Menschen
wir stehen hier nun nahe des nagelneuen “Apple”-Flagshipstore mitten in Düsseldorfs prunkvoller Innenstadt, umgeben von etlichen weiteren Orten des Konsums wie zb. C und A, Primark, H und M und viele mehr. Orte, wo Menschen hingehen um sich Waren anzueignen die sie entweder auf ihrer Haut tragen, sie als Accessoire benutzen oder damit mobil ins Internet gehen. “Alternativlose Ausbeutung? Redebeitrag zur Protestkunst “Goldenes Kalb” Dez 13″ weiterlesen

Das goldene Kalb – Dez 2013 – katholisches Kapital auf der Kö – Protestkunst

Circa 25 Aktivisten rund um Occupy beteiligten sich an der dritten Protestkunstaktion “Tanz um’s goldene Kalb” auf der Düsseldorfer Kö’.
Diesmal nahmen wir das katholische Kapital auf der Kö unter die Lupe.
Vor den Luxusboutiquen und Galerieeingängen huldigten wir dem güldenen Kalb und machten zynische Aufrufe, boten Ablassbriefe an, versprachen jedem Kamel ein Nadelöhr und freuten uns an Reichtum und Prunk.
Zwischen 14.30 und 17.00 trieben wir unser buntes Spiel auf der Kö, auf und ab, und unterbrachen damit immer wieder den Strom hunderter Konsumenten im vorweihnachtlichen Kaufrausch. Wir ernteten Zustimmung und Aggressionen, Unverständnis und Interesse. Vor C&A und Esprit wechselten wir auch zu ernsthaften Redebeiträgen und auch bei der Abschlusskundgebung mussten wir uns als Spielverderber outen.
Zwei Redebeiträge möchte ich hier veröffentlichen, ebenso wie die Fotos der Aktion.
Die Kooperation mit der Lightbrigade Cologne mit ihrer mobilen Lichtinstallation verbindet unsere Aktion mit den USA Aktivisten und betont den globalen Charakter der kapitalismuskritischen Bewegung.

Redebeitrag von Momo (Occupy Düsseldorf)

Redebeitrag von Doris Dams /Occupy Düsseldorf)

Das goldene Kalb

Das goldene Kalb ist eine Aktionsform zur Glorifizierung des Raubtierkapitalismus und seiner lokalen und globalen Auswirkungen. Mit Tanz- und Opferritualen huldigen wir an neuralgischen Punkten (Düsseldorfer Kö’, Deutsche Bank etc.) in der Öffentlichkeit dem Sinnbild für Macht und Reichtum. Ein fröhlichen Protestspektakel voll bitterer Ironie.
Am 14. Dezember 2013 wird das goldene Kalb zum dritten mal in Düsseldorf an der Kö’ die Puppen tanzen lassen.
Motto: Das katholische Kapital “Das goldene Kalb” weiterlesen

kreativer Spagat

Der Begriff der “Selbstvermarktung” ist mir ein Greuel.
Allerdings ist Öffentlichkeit und Öffentlichkeitsarbeit heute ein wichtiger Aspekt der künstlerischen Positionierung und damit auch zur Eröffnung von Vertriebsmöglichkeiten der Ware “Kunst”. Wann wird man selbst zur Ware oder wie behauptet man sich als Künstler im virtuellen öffentlichen Raum sowie in realen Öffentlichkeiten? “kreativer Spagat” weiterlesen

ART WALK 2013 bei KARO

Zum ART WALK 2013 zeigte unsere Galerie KARO Kunst in der Kasteienstraße am 30. November Bilder von Ulrike Huckel, Anabel Jujol und Annette Schnitzler. Ca. 60 Besucher fanden den Weg in unsere Galerie/Atelier.

Vernissage Can Negre, Sant Joan Despi 7. Nov. 2013

Der Architekt Josep Maria Jujol entwarf dieses Gebäude im Jugendstil (Modernisme) des 19.ten Jahrhunderts in Sant Joan Despi bei Barcelona. J.M. Jujol ist vor allem durch seine Arbeiten mit Gaudí bekannt geworden. Er gestaltete maßgeblich den Park Guell in Barvcelona und die Fassaden und Interieurs einiger berühmter Bauten Gaudís.
Heute dient das Gebäude als Kulturzentrum und als Ausstellungsort für Künstler.
Über Ausschreibungen kann man sich für eine Gruppem- oder Einzelausstellung bewerben.
Ich habe mich im letzten Jahr beworben und für November den Zuschlag für eine Einzelausstellung in den beiden großen Ausstellungsräumen des Erdgeschosses erhalten.
Gestern wurde alles gehängt. Ich habe mich entschieden, im größeren Raum thematisch zu Arbeiten und ihn der Serie INTRAVISION zu widmen, während ich im zweiten Raum eine kleine Werkschau meiner wichtigsten Arbeiten in verschiedenen Stilrichtungen präsentiere. So bekommt der Besucher zum einen einen Eindruck, meiner Arbeit zum Thema, wie auch zu meinem Repertoire an gestalterischen Mitteln in der abstrakten Malerei. Ich bin sehr neugierig darauf, wie meine Arbeiten in der lokalen Kultur- und Kunstszene aufgenommen werden.
Meine Verwandtschaft und Namensgleichheit mit dem Architekten, dem Lieblingsohn der Stadt, machte sicher einige Besucher nochmal auf andere Art interessiert.Vieleicht sucht man dann aber bemüht Vergleiche zu Jugendstil und ästhetischen Verwandschaften.

Infos zum Architekten: http://de.wikipedia.org/wiki/Josep_Maria_Jujol

 

Leitung der Kunstwerkstatt, Diakoniewerk Essen

Seit September betreue ich mit einer halben Stelle die Kunstwerkstatt des Diakoniewerks Essen. Der Schwerpunkt meiner Arbeit als Künstlerin ohne therapeutische Vorkenntnisse, liegt in der Anleitung zur künstlerischen Umsetzung von Ideen, Phantasien und Sehnsüchten. Ich hatte nur diffuse optimistische Erwartungen an diese Arbeit. Nach den nun vergangenen Wochen bin ich sehr beeindruckt von den vielseitigen Erfahrungen, die ich machen konnte.
Ganz ohne zu Romantisieren kann ich feststellen, dass ungehemmte Kreativität mit geistiger “Normalität” nichts zu tun hat. Allein die “üblichen” Techniken und Umsetzungsmöglichkeiten bleiben oft unerreichbar für die meisten Bewohner der Einrichtungen. Das was jedoch entsteht ist ebenso gebunden an Inspiration und Konzept, wie bei “echten” Künstlern auch. Nicht bei allen natürlich, aber bei einem Anteil. Es gibt die “Hobbymaler” und die die sich als Maler/innen bzw. Künstler mit best. Thema und Technik-Repertoire auffassen (Filmemacher, Maskenbildnerin etc.). Im September zur Kunstspur haben wir bei “Karo Kunst in der Kasteienstraße” eine Auswahl der Arbeiten gezeigt. Jetzt dürsten die Bewohner nach einer neuen Möglichkeit die Ergebnisse ihrer Arbeit zu präsentieren. Wenn also jemand Ausstellungsräume (Foyer im Büro oder Behörde, Galerie etc.) zur Verfügung stellen möchte, würden wir uns sehr freuen. Professionelle Rahmung der Arbeiten, Organisation von Vernissage, Pressarbeit etc. würden wir natürlich übernehmen bzw. unterstützen. Wenn Künstler Interesse haben gegenseitige Werkstattbesuche ev. gemeinsames Arbeiten zu organisieren und sich auf das Hype Thema Inklusion wirklich mal einlassen wollen, freue ich mich sehr. Neugierige sind herzlich eingeladen.
Über persönliche Nachrichten oder E-Mail bin ich für alle Fragen offen (anabel@jujol.de)

 

NORMAL IST DAS NICHT | InklusionsProjekt

Für jeden Künstler ist die Wertschätzung der eigenen Arbeit eine wertvolle Erfahrung. Wir freuen uns, wenn wir außergewöhnlichen Menschen unsere Produzentengalerie mitten in der Stadt dafür bieten können.

Zur diesjährigen Kunstspur zeigen wir Arbeiten aus der Kunstwerkstatt des Diakoniewerks in Essen.
Birgit Weber vom Diakoniewerk hatte die Idee zu diesem “Inklusionsprojekt”.
Am zweiten Wochenende der Kunstspur zeigt KARO Kunst in der Kasteienstraße Zeichnungen, Malereien und Filmprojekte, die teilweise von Einzelkünstlern, teilweise in Gemeinschaftsprojekten von Menschen mit und ohne geistige Behinderung entstanden sind.

Die Vernissage ist am Samstag dem 28.9.2013 um 16.00 Uhr mit Kaffee und Kuchen.

Öffnungszeiten: 28.9.-29.9.2013 jeweils 15.00-19.00 Uhr

KARO Kunst in der Kasteienstraße, Kasteienstraße 2, Essen