Lieber Rosinen im Kopf…Lieber Mandalas malen…Lieber Unfug, Spaß und Widerstand…Danke für den Fisch

Zur Halbzeit und fast auf den Tag genau nach drei Jahren gebe ich mein politisches Mandat für das Kommunalparlament, den Rat der Stadt Essen, ab.

Dem linken Wählerauftrag und meinen eigenen politischen Ansprüchen kann ich in einer Ratsgruppe mit Bezug zu der neuen Partei “Schöner Leben” nicht gerecht werden.
Andere Optionen scheiden ebenfalls aus.

Bei aller Kritik am “Showkampf” Ratssitzung und der parlamentarischen Debattenkultur und Entscheidungsfindung:
ich hatte einen tiefen, lehrreichen Einblick in die Strukturen unserer Stadt und ich bin für alle politischen und menschlichen Lektionen sehr dankbar.

Ich wende mich wieder der außerparlamentarischen linken Opposition zu, die sich mit radikalen gesellschaftlichen Utopien und Idealen beschäftigt, in der Kunst und Politik keine Gegensätze sind und gesellschaftlicher Wandel in selbstorganisierten Freiräumen entwickelt und gelebt wird.

anabelsoldatin
Mitschnitt:
spontane Abschiedsrede im Stadtrat / Essen / Mai 2017

3 Antworten auf „Lieber Rosinen im Kopf…Lieber Mandalas malen…Lieber Unfug, Spaß und Widerstand…Danke für den Fisch“

  1. Beste Anabel – hier alle guten Wünsche aus den Reihen der parlamentarischen Opposition. Ich gehe mal guten Mutes davon aus, dass wir uns an nicht wenig Stellen bei gemeinsamen Aktionen treffen werden.
    Behalte die politische, wie künstlerische Kreativität und Power, aber da muß ja keine Sorge herrschen.
    Ein Gruß also aus den immer noch weichen Ledersesseln des Ratshauses der Walter Wandtke

  2. Mit Bedauern nehme ich zur Kenntnis, dass du dein Mandat quasi zum Bergfest abgestriffen hast. Aus der Ferne bedanke ich mich für die Impulse, welche du der Essener Kommunalpolitik geben konntest, aber die Mühen der Ebene sind zäh und selten dankbar. Ich erinnere ad hoc deine Zuarbeit für das Kultur-Bürgerbegehren, deine Beiträge zu Natur- und Umweltschutz (“Eichhörnchen”) und dein Engagement für Geflüchtete.

    Selbst aus den sozialen Bewegungen kommend, nehme ich wohlwollend zur Kenntnis, dass du dich nunmehr wieder “außerparlamentarischen linken Opposition zuwendest, die sich mit radikalen gesellschaftlichen Utopien und Idealen beschäftigt”. Da geht was – jenseits von Planfeststellungsverfahren, Gewerbesteuerhebesatzanpassung oder Betriebskostenbewirtschaftungsreserve.

    Alles Gute für die Zukunft + solid. Grüße aus Köln
    Michael Scheffer
    Mitglied der Bezirksvertretung Innenstadt

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