Aktion: Ein gutes Leben für Alle! Eltingplatz Essen / Gegen Rassimus und Polizeigewalt, Verdrängung von Armut

Am 10.8 kam eine kleine Gruppe von 40 Demonstrierenden zusammen, um eine fröhliche Kundgebung zu gestalten.
Zu Anfang wurden sie dafür von einem Polizeiaufgebot mit mindesten 6 großen Einsatzwagen begrüßt, und Beamten in martialischen Uniformen.
Der Eltingplatz wurde quasi abgeriegelt. Es wäre beruhigend, aber unwahrscheinlich anzunehmen, dass dies zum Schutz der Kundgebung vor rechter Gewalt geschah.
Während der Veranstaltung, die durch Rap, Poetry Slam und kritische Redebeiträge Betroffener geprägt war, minimierte sich zum Glück die Polizeipräsenz auf wenige Beamte. Hier die Pressemitteilung und weiter unten die etwas deformierte Wiedergabe in der WAZ/ Der Westen.

Pressemitteilung

Für Morgen hat ein Bündnis aus verschiedenen Netzwerken rund um sozial und politisch engagierte Künstler in Essen eine Kundgebung in der Essener Nordstadt angemeldet. 10.8.18, 16.00 Uhr, Eltingplatz.
Geplant sind Redebeiträge der Veranstalter und ein offenes Mikrofon für Betroffene von Diskrimierung, Abschiebung und Polizei, bzw. sonstigen staatlichen Repressionen sowie Alltagsrassismus.Das Motto lautet: „Ein gutes Leben für Alle“ ! 
Rassistische Ausgrenzungs- und Verdrängungsstrategien im Zusammenhang mit der autoritären Ordnungspolitik in Essen sind Anlass der Aktion.
In Essen gab es in letzter Zeit vermehrt Razzien, Abschiebungen und Racial Profiling mit Fokus auf die nördliche City. Das sogenannte Kreativquartier steht somit nicht für ein weltoffenes, progressives, kulturelles Umfeld, sondern für Angst, Polizeischikane und gewaltsame Armutsverdrängung. Bereits im letzten Jahr hatte die Verwaltung strenge Verordnungen gegen Straßenkünstler, Bettler und Wohnungslose erlassen. Jetzt werden sogenannte „subjektive Ängste“ der weißen Mehrheitsbevölkerung scheinbar ernstgenommen und in repressive , rassistische Polizeimaßnahmen übersetzt. Dabei zählt kaum die tatsächliche Kriminalitätsbekämpfung, sondern die Verdrängung von „störenden“ Minderheiten für eine Stadtentwicklung, die ein Wohlfühlklima für Investoren und Handel schaffen will, auf Kosten der Bevölkerung im Stadtteil. So schafft man eine Atmosphäre der Angst und der Rassismen, die womöglich weitere Eskalationsspiralen nach sich zieht.
Als Künstlerin mit Produzentengalerie in der Essener Nordstadt, Atelier in Altenessen und ehemalige Stadträtin (2014-2017) mache ich Sie gerne auf die Kundgebung aufmerksam und lade dazu ein sich zu beteiligen.Mit freundlichenGrüßen

 

Anabel Jujol

aktiv beim Antirassismustelefon Essen
bei KARO, Kunst in der Kasteienstraße

Die Presse dazu – gefiltert, übersetzt und komprimiert in der WAZ:
https://www.waz.de/staedte/essen/demo-gegen-die-entwicklung-im-essener-nordviertel-geplant-id215052459.html

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