Bewerbung/Listenkandidatin

Bewerbung als Listenkandidatin der Partei DIE LINKE für den Rat der Stadt Essen.

Liebe Genossinnen und Genossen,

der eine oder andere kennt mich vielleicht schon als Vertretungsberechtigte des Bürgerbegehrens KulturgutEssen. Bevor ich mich am 18. Januar persönlich vorstelle, vorab einiges Wissenswertes zu mir und meinen politischen Vorstellungen und Erfahrungen.
Als Quereinsteigerin, Künstlerin und Aktivistin kann ich vielleicht nicht die klassischen parteipolitischen Wegmarken vorweisen –  dafür biete ich eine unverbrauchte, unkonventionelle und auf vielseitige Erfahrungen beruhende  engagierte Mitarbeit und neue Perspektiven.
Ich bin 1966 in Essen geboren, als Tochter holländischer und spanischer Einwanderer/Arbeiterfamilien. Meine ersten Berufsjahre als Grafikerin und IT-Fachfrau in Düsseldorfer Werbeagenturen und großen deutschen Unternehmensberatungen prägen meinen distanzierten und misstrauischen Blick bis heute, gegenüber einer Arbeitswelt, wie ich sie dort in extremer Ausprägung erlebte, gefangen in Denkmuster skrupelloser Profitorientierung und eingebettet in kapitalistische Machstrukturen und Hierarchien.
Für mich folgerichtig, kündigte ich und studierte Gesellschaftswissenschaften in Essen.
Als junge Mutter machte ich mich vor 15 Jahren selbständig und bin bis heute freiberufliche Grafikerin und Softwaredozentin.
Mit dem Studium der Malerei an der freien Kunstakademie in Essen habe ich mir einen Traum erfüllt.

Inzwischen bin ich freischaffende Künstlerin und habe mein Atelier KARO in der Essener Nordstadt (Freiraum für Kunst, Kultur und Politik). Seit Sept. 2013 leite ich die Kunstwerkstätten für Menschen mit geistiger Behinderung (Diakoniewerk Essen).
Als Künstlerin erlebe ich den Widerspruch zwischen selbstbestimmter Kreativität und dem Zwang zur Selbstvermarktung kritisch. Die Arbeit in der Kunstwerkstatt speziell Inklusionsprojekte sind dagegen eine sehr bereichernde Erfahrung.

Jahrelange Gremienarbeit im Vorstand einer Essener Elterninitiative/Kindertagesstätte waren wichtige Erfahrungen in einer basisdemokratisch organisierten Einrichtung.

2011 wurde ich politische Aktivistin der weltweiten Occupy Bewegung. Wir organisierten Großdemos und eine Platzbesetzung in Düsseldorf. Seitdem habe ich zahlreiche Protestkunstaktionen geleitet und gestaltet.
In vielen Diskussionen und als Autorin von politischen Texten lernte ich meine gesellschaftspolitischen Ideale zu formulieren und eine persönliche Haltung zu entwickeln. Ethik und Wertewandel sind zentrale Ausgangspunkte sowie erhebliches Misstrauen gegenüber Autorität und Macht.
Meine Ideale, nicht nur in persönliche Lebensführung, sondern in politische Forderungen und unmittelbar konstruktive Handlungsmöglichkeiten zu übersetzen, aber auch meinen Protest und Widerstand auszudrücken, bestimmen mein Engagement.
Ich möchte mich im Rat besonders dafür einsetzen, mit  kreativen Ideen für erprobte sowie innovative Bürger-Beteiligungskonzepte und Freiräume zu arbeiten, damit sich in Essen (immer) mehr Menschen  gleichberechtigt auf Augenhöhe begegnen und die Kommune gemeinsam lebendig gestalten

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